2016.06bl
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Entwicklung einer hybriden Schweiß-Fräs-Anlage

Die Additive Fertigung ist aus der Produktion von heute nicht mehr wegzudenken, sie ermöglicht völlig neue Denkansätze in der Gestaltung von Produkten und Werkzeugen.
 
Die Kombination von additiven Prozessen mit konventionellen Prozessen in einer Maschinenumgebung erhöht die Möglichkeiten zusätzlich: die Produktion kann komplett neu gedacht werden. Das Projekt vereint das Laser-Draht-Auftragsschweißen mit einer HSC-Fräsbearbeitung in einer Maschinenumgebung.
 
Über einen Mechanismus soll zwischen der subtraktiven Bearbeitung mittels Frässpindel und der Additiven Fertigung mit einem Laser-Draht Bearbeitungskopf gewechselt werden können. Der Bearbeitungskopf ist durch den koaxialen Aufbau von Draht und Laserstrahlung in der Lage, richtungsunabhängig zu schweißen und damit sowohl generative Strukturen aufzubauen, als auch Oberflächen mittels Auftragschweißen zu beschichten oder zu reparieren. Dies ist seitens der Industrie hauptsächlich für den Formen- und Werkzeugbau interessant, da hier zum einen komplexe, nicht konventionell fertigbare Strukturen wie z.B. Kühlkanäle oder Hinterschneidungen generativ gefertigt werden. Zum anderen bei mechanisch oder korrosiv belasteten Bauteilen mittels Auftragschweißen hochfeste und korrosionsbeständige Oberfläche geschaffen werden können. Des Weiteren ist die Reparatur von hochwertigen Investitionsgütern wie Press- und Stanzwerkzeugen, Formen oder Gesenken mittels des Hybridprozesses möglich. Hier birgt die Zusammenführung der additiven und subtraktiven Prozesse in einer Umgebung die Vorteile, dass die Bauteile komplett fertig bearbeitet werden können und auch innenliegende Funktionsflächen ohne zwischenzeitliches Umspannen auf anderen Fertigungsmaschinen realisierbar sind.
 
Das Projekt wird in Kooperation mit der dem Laser Zentrum Hannover e.V. durchgeführt.

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